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Buchtipp: Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes

Auch ich konnte mich dem Hype um Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes nicht entziehen. Eigentlich bin ich eher der Thriller- und Krimi-Fan, nur hin und wieder verirrt sich eine „Liebesgeschichte“ in meine Hände. Da ich aber über dieses Buch schon so viel positives gehört habe, bin ich doch neugierig geworden und dachte mir ich versuchs einfach mal.

Lesen - Jojo Moyes - Ein ganzes halbes Jahr
(c) Rowohlt

Titel: Ein ganzes halbes Jahr – Autor: Jojo Moyes – Erscheinungsjahr: 2013 –
Seiten: 512 – Verlag: rororo

Die 27-jährige Lousia Clark nimmt aus Mangel an Alternativen einen Job als Pflegehilfe bei Will, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und jede Lust am Leben verloren hat, an. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch will Will sein Leben nun in der Schweiz, in einer Einrichtung, die auf Sterbehilfe spezialisiert ist, beenden. Die Zustimmung seiner Eltern hat er nur nach dem Versprechen, noch sechs Monate zu warten, erhalten. Und genau für diese sechs Monate hat Lou einen Vertrag von Wills Eltern bekommen. Zu Beginn des Buches weiß Lou noch nichts von Wills Plänen. Als sie aber durch Zufall dahinterkommt, setzt sie sich zum Ziel, Will umzustimmen und ihm zu zeigen, dass auch sein Leben lebenswert ist.

Die Zeit bis zum Ablauf der sechs Monate verbringen Lou und Will nun bei Pferderennen, auf Konzerten oder bei Spaziergängen rund um die nahe liegende Burg. Dabei kommen sie sich immer näher und lernen einander kennen und lieben. Will blüht in Lous Gegenwart auf, Lou nimmt sich Wills Ratschläge zu Herzen und versucht, etwas aus ihrem Leben zu machen. Nachdem sich die beiden auf der Hochzeit von Wills Ex näherkommen und Will verspricht, mit ihr auf eine große Reise zu gehen, ist Lou guter Dinge Will vom Leben überzeugt zu haben. Sie verbringen einen wunderbaren Urlaub auf Mauritius, an dessen Ende Lou Will ihre Liebe gesteht. Doch obwohl er ihre Gefühle erwidert, reicht ihm das nicht. Er will seine Pläne nicht ändern und dennoch in wenigen Tagen in die Schweiz reisen. Es kommt zu einem herzzerreißenden Streit zwischen den beiden Protagonisten an dessen Ende Lous Kündigung und die Ablehnung, Will in die Schweiz zu begleiten, steht.

Gerade noch rechtzeitig reist Lou am Ende aber doch in die Schweiz, um Will ein letztes Mal zu sehen. Bis zuletzt hofft man als Leser, dass sich Will doch noch für sein Leben und Lou entscheidet. Doch die Dinge, die Will nicht mehr machen kann, wiegen schwerer als jene, die er noch im Stande ist zu tun, so will er nicht leben, auch nicht mit Lou. Nach einem unglaublich traurigen letzten Gespräch zwischen den beiden, endet Wills Leben und Ein ganzes halbes Jahr. Im Epilog erfährt man, was man als aufmerksamer Leser ohnehin schon vermutet hatte: Will hat Lou eine große Summe Geld vermacht, mit der sie ihr Studium finanzieren kann.

Mein Fazit

Ein ganzes halbes Jahr ist mehr als eine Liebesgeschichte. Viel mehr regt es auch die Diskussion um Sterbehilfe an. Jojo Moyes hat dieses Tabuthema in eine wundervolle Geschichte rund um zwei vollkommen verschiedene Menschen gepackt, die einen von der ersten bist zur letzten Seite in ihren Bann zieht und bei der man am Ende das eine oder andere Tränchen verdrücken muss. Der Hype um dieses Buch ist meiner Meinung nach also total gerechtfertigt! Absolute Leseempfehlung!

Mein Fazit: 5 von 5 Lesezeichen

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