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Buchtipp: Die Analphabetin, die rechnen konnte von Jonas Jonasson

28. Februar 2015

Selten war ich im Vorfeld so gespannt auf das zweite Buch eines Autors und nach dem Lesen so enttäuscht. Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand war eines meiner Lesehighlights des vergangenen Jahres. Da ist es nicht verwunderlich, das auch der zweite Titel von Jonas Jonasson, Die Analphabetin, die rechnen konnte, auf meine Leseliste kam.

lesen - Jonas jonasson - Die Analphabetin die rechnen konnte
(c) Carl’s Books

Titel: Die Analphabetin, die rechnen konnte – Autor: Jonas Jonasson – Erscheinungsjahr: 2013 – Seiten: 448 – Verlag: Carl’s Books

Das Buch handelt von Nombeko Mayeki, die bereits im Alter von fünf Jahren beginnt in Südafrikas größten Slum als Latrinentonnenträgerin zu arbeiten. Nombeko kann zwar nicht lesen, dafür aber hervorragend rechnen. Eine Verkettung unglücklicher Umstände führt dazu, dass sie im Laufe ihres Lebens nicht nur lernt zu lesen, sondern auch von Südafrika nach Schweden auswandert, dort ihre große Liebe, den nicht existierenden Holger trifft, in die Entführung des Schwedischen Königs sowie Ministerpräsidenten verwickelt wird um dann in Südafrika als Botschafterin Schwedens tätig zu sein. Nicht zu vergessen natürlich die Atombombe, die Nombeka über Jahrzehnte begleitet.

Ja, Nombeko erlebt so einiges auf diesen über 400 Seiten. Was anfangs noch unterhaltsam ist und mich zum Schmunzeln brachte, wird im Laufe der Geschichte leider immer uninteressanter. Zu groß sind für mich in diesem Werk von Jonas Jonasson die Parallelen zu Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand. Den das Prinzip ist dasselbe. Als Leser begleitet man Nombeko fast ihr ganzes Leben mitsamt ihren wahnwitzigen Erlebnissen. Sie ist nicht nur ein Rechengenie, sondern kennt sich auch mit Atombomben aus, spricht fließend Chinesisch, ist überaus klug und hat für jedes noch so verzwickte Problem eine Lösung parat.

Mein Fazit

Was im Erstlingswerk von Jonasson noch unterhaltsam war, war hier einfach nur mehr nervig. Mehr als einmal musste ich ob des Laufs, den die Geschichte genommen hat, den Kopf schütteln. Gegen Ende war mir eigentlich schon egal, wie die Story rund um Nombeko und ihre Kumpanen ausgeht, Hauptsache ich bin fertig. Ich hatte mir viel mehr von dem Buch erwartet und wurde leider enttäuscht. Stellenweise war es zwar unterhaltsam und gut zu lesen, die Parallele zu Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand war mir aber leider einfach zu groß.

Meine Bewertung: 2 von 5 Lesezeichen

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