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Buchtipp: Die Bücherdiebin von Markus Zusak

20. Dezember 2015

Ein Buch, das schon seit Jahren auf meiner Leseliste steht und doch immer vergessen wurde, ist Die Bücherdiebin von Markus Zusak. Hätte ich dieses fantastische Buch doch nur schon früher gelesen! Der Ausdruck Meisterwerk trifft hier voll und ganz zu.

Die Bücherdiebin Markus Zusak
(c) Random House

Titel: Die Bücherdiebin – Autor: Markus Zusak – Erscheinungsjahr: 2008
Seiten: 592 – Verlag: Random House

Deutschland, 1939. Die 9-jährige Liesel Meminger befindet sich gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrem Bruder auf dem Weg nach Molching zu ihren Pflegeeltern. Nicht nur muss das Mädchen sich von ihrer Mutter verabschieden, sondern auch von ihrem Bruder, der unterwegs verstirbt. Kurz nach der Beerdigung, ehe Mutter und Tochter die Reise zu den Pflegeeltern Rosa und Hans Hubermann fortsetzen, erblickt Liesel ein schwarzes Buch im Schnee und steckt es ohne groß nachzudenken ein. Damit begeht Liesel ihren ersten von mehreren Bücherdiebstählen, die im Buch geschildert werden.

Erzählt wird die Geschichte rund um Liesel, ihre Pflegeeltern, ihrem besten Freund Rudi sowie Max, einem Juden, denn die Hubermanns im Keller verstecken, aber nicht aus der Sicht der Protagonistin, sondern aus der des Todes. Dieser durchaus sympathisch und humorvoll dargestellte Sensenmann (wobei er diese Bezeichnung nicht mag und auch nicht mit einer Sense unterwegs ist, wie er einmal betont) begegnet Liesel zum ersten Mal als er ihren Bruder zu sich holt. Seit diesem Zeitpunkt kreuzen sich seine und Liesels Wege, sowie die Wege derer, die dem Mädchen nahestehen.

Liesel lebt sich in Molching ein, findet Freunde, lernt Lesen und Schreiben und fühlt sich bei ihren neuen Eltern, vor allem wegen ihres Pflegevaters Hans, wohl. Das Stehlen von Büchern setzt sich fort und Liesel wird während der Stunden, in denen die Bewohner der Himmelstraße gemeinsam im Luftschutzbunker Schutz suchen, zur Vorleserin für ihre Freunde und Nachbarn.

Das die Idylle nicht ewig währt wird nicht nur wegen der Anmerkungen und Voraussagen des Erzählers bald klar, spielt das Buch doch immerhin zur Zeit des Zweiten Weltkriegs. Das es aber so endet wie es endet, hat mich dann doch etwas unvorbereitet getroffen. Die Wucht, mit der sich das Leben der mittlerweile 12-jährigen Liesel Meminger ändert, berührt mich auch Tage, nachdem ich das Buch beendet habe, noch immer.

Mein Fazit

Die Bücherdiebin ist definitiv eines der besten und berührendsten aber zugleich auch spannendsten  und unterhaltsamsten Bücher, die ich seit langem gelesen habe! Die vielschichtige Erzählung sowie die so unfassbar gut beschriebenen Figuren und deren aufopfernden und bedingungslosen Gefühle füreinander gepaart mit der Erzählperspektive des Todes sorgen dafür, dass ich das Buch am liebsten gleich wieder lesen würde und auch jedem Bücherfreund ans Herz legen muss!

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  1. Mich hat das Buch irgendwie ein bisschen enttäsucht. ich fand sehr gut geschrieben, keine Frage. Ein bisschen düster und traurig, aber auf jeden Fall gut. Aber irgendwie bin ich nicht so richtig reingekippt (vielleicht aber auch, weil mich Handlungen im 2.Weltkrieg immer sehr mitnehmen und ich dann versuche, ein bisschen Distanz zu behalten). Vom gleichen Autor habe ich auch „Der Joker“ gelesen und das hat mich auch nicht so ganz gefesselt- obwohl die Kritiken super waren. Vielleicht ist Zusak einfach nicht mein Fall :)

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