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Buchtipp: Die Menschen, die es nicht verdienen von Hjorth und Rosenfeldt

Mit Spannung habe ich die Fortsetzung der Sebastian Bergman-Reihe von Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt erwartet. Auch dieses Mal war ich binnen kurzer Zeit mit dem Buch durch und vollends begeistert.

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(c) Rowohlt

Titel: Die Menschen, die es nicht verdienen – Autoren: Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt – Erscheinungsjahr: 2015 – Seiten: 544 – Verlag: Rowohlt

Reality-Shows, Dokusoaps, Blogger und Klatschzeitschriften sind ihm ein Dorn im Auge. Die Gesellschaft interessiert sich für Stars und Sternchen und deren Skandale anstatt für wissenschaftliche Errungenschaften oder Politik. Dieser Umstand ist dem Dokusoap-Mörder, wie er im Buch von den Medien genannt wird, ein Dorn im Auge. Aus diesem Grund entführt er jene, die für diese Entwicklung mitverantwortlich sind, stellt ihnen 60 Fragen der Allgemeinbildung und verspricht, sie gehen zu lassen, wenn sie ein Drittel der Fragen richtig beantworten. Gelingt ihnen das nicht, tötet er sie und platziert ihre Leichen samt Testergebnis in einer Schule. Schnell kommt Sebastian Bergmann, der exzentrische Kriminalpsychologe, hinter die Beweggründe des Mörders und versucht gemeinsam mit dem Team der Reichsmordkommission den Mörder zu stoppen.

Wie auch schon in Der Mann, der kein Mörder warDie Frauen, die er kannteDie Toten, die niemand vermisst und Das Mädchen, das verstummte legt sich Sebastian Bergman auch in Die Menschen, die es nicht verdienen mit allen an, eingeschlossen dem Dokusoap-Mörder. In einem Interview greift er ihn verbal an und hofft, dass der Gesuchte aus Zorn einen Fehler begeht. Und so kommt es auch. Sebastian selbst gerät in die Fänge des Mörders und muss einen Test bestehen.

Ein im wahrsten Sinne des Wortes explosives Finale bringt den Mörder zur Strecke und sorgt dafür, dass Sebastian wieder einmal auch seine gute Seite zum Vorschein bringen kann. Dies zeigt, dass er doch nicht der Kotzbrocken ist, für den ihn alle auf den ersten Blick halten.

Neben der Suche nach dem Dokusoap-Mörder erfährt man auch in diesem Buch wieder so einiges über die Charaktere und ihr Privatleben. Egal ob neue Liebschaften, private Familienprobleme oder psychische Traumata, in den vergangenen vier Büchern hat man Torkel, Vanja, Ursula, Billy und Sebastian schon so gut kennen und lieben gelernt, dass die persönliche Entwicklung jedes einzelnen für mich fast noch interessanter war als die Suche nach dem Mörder. Hjorth und Rosenfeldt verstehen es aber so gekonnt, alle Erzählstränge miteinander zu kombinieren, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Wie schon beim Vorgänger Das Mädchen, das verstummte macht auch das Ende von „Die Menschen, die es nicht verdienen“ Hoffnung auf eine Fortsetzung. Zu vielversprechend sind die persönlichen Entwicklungen der Charaktere, als das Hjorth und Rosenfeldt die Fans nicht in einem nächsten Band über die Konsequenzen dieser Taten im Dunkeln lassen können.

Mein Fazit

„Die Menschen, die es nicht verdienen“ ist eine gelungene und vor allem spannende Fortsetzung der Sebastian Bergman-Reihe, die ich Fans von Krimis und Thrillern, sowie von gut gezeichneten und interessanten Figuren nur wärmstens empfehlen kann!

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