Lesen

Buchtipp: Ein ganz neues Leben von Jojo Moyes

1. November 2015

Ein ganzes halbes Jahr zählt zu meinen Lesehighlights des vergangenen Jahres. Als Jojo Moyes eine Fortsetzung ankündigte war natürlich klar, dass auch Ein ganz neues Leben in mein Bücherregal wandern muss. Auch der zweite Teil weiß zu überzeugen, zwar nicht so wie sein Vorgänger, aber auf andere Weise.

Ein ganz neues Leben Jojo Moyes
(c) Rowohlt

Titel: Ein ganz neues Leben – Autor: Jojo Moyes – Erscheinungsjahr: 2015
Seiten: 520 – Verlag: Rowohlt

Die Geschichte beginnt eineinhalb Jahre nach den Ereignissen in der Schweiz, in der Will Traynor in Beisein seiner Eltern und Louisa Clark gestorben ist. Dieser Augenblick hat für Lousia, dem Mädchen aus der Kleinstadt, alles verändert. Seither fühlt sie sich nirgends zuhause, kann sich nicht aufraffen ihr Leben in die Hand zu nehmen und lebt lustlos vor sich hin. Schon der Klappentext verspricht, dass Louisa eines Tages unerwarteten Besuch erhält, der eine Verbindung zu Will darstellt. Ich muss ehrlich sein, die Story, die sich Jojo Moyes für Ein ganz neues Leben ausgedacht hat, ist schon etwas vorhersehbar. Wenn man die eine oder andere Dramaserie verfolgt, überrascht einen nicht, wer plötzlich in Louisas Leben tritt. Hier hätte ich mir einen etwas besseren Überraschungseffekt gewünscht.

Nichtsdestotrotz zieht einen das Buch wie bereits sein Vorgänger oder auch Eine Handvoll Worte schon nach ein paar Seiten in seinen Bann. Ich mag den Schreibstil von Jojo Moyes einfach. Liebgewonnene Charaktere wie Louisas Eltern oder ihre Schwester Treena spielen natürlich auch in der Fortsetzung eine Rolle. Louisas Entscheidung, Will bei seinem Wunsch zu sterben zur Seite zu stehen, hat einen Keil zwischen sie und ihre Mutter getrieben. Erst ein Unfall Louisas bringt die Familie wieder einander näher und öffnet, zusammen mit dem Auftauchen von Lily und Sam, auch Louisa die Augen, ihr Leben endlich in die Hand zu nehmen und sich nicht mit einem tristen Job in einem Pub am Flughafen zufrieden zu geben.

Schritt für Schritt begleitet man als Leser Louisa auf ihrem Weg mit der Trauer um Will fertig zu werden, sich einem neuen Menschen in ihrem Leben zu öffnen und endlich das zu tun, was Will sich für sie gewünscht hat: ihr Leben in die Hand zu nehmen. Nicht nur einmal kommt es während des Lesens vor, dass man gemeinsam mit Louisa lacht oder weint, weil einem die Figur schon so ans Herz gewachsen ist und man ihr wünscht, endlich anzukommen. Natürlich ist dieser Weg kurvenreich und wirft Louisa auch immer wieder zurück. Doch am Ende gelingt es ihr und man ist als Leser sogar etwas stolz auf sie, als sie es schafft.

Mein Fazit

Ein ganz neues Leben ist anders als Ein ganzes halbes Jahr und das ist auch gut so. Louisas Leben geht weiter, nicht ohne Probleme, denn das wäre unglaubwürdig. Jojo Moyes nimmt die Leser mit auf die Reise der Weiterentwicklung von Louisa Clark, lässt uns ihre Höhen und Tiefen spüren und uns mitfiebern. Dass der eigentliche Plot meiner Meinung nach etwas vorhersehbar ist, tat dem Lesegenuss keinen Abbruch. Für Fans von berührenden und zugleich unterhaltsam und teils lustigen Geschichten, Jojo Moyes und natürlich dem Vorgängerbuch Ein ganzes halbes Jahr ein Muss!

Teile diesen Beitrag!
  1. „Ein ganzes halbes Jahr“ fand ich total vorhersehbar, simpel und holprig geschrieben, die Charaktäre ein einziges Cliche. Ich glaub nicht, dass ich mir noch mal ein Buch von Jojo Moyes antue… Aber vielleicht liegt’s einfach nur an dem Genre…

    LG Angelika

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Ja, ich stimme zu.

%d Bloggern gefällt das: