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Buchtipp: Stoß im Himmel von Dirk Stermann

21. November 2014

Bereits 6 Österreicher unter den ersten 5 habe ich innerhalb weniger Tage verschlungen. Als ich dann Stoß im Himmel sah, war klar, „Dass muss ich lesen!“. Tja, leider kommt alles anders als man denkt und ich hatte das Buch für längere Zeit ganz vergessen.

Anders als bei 6 Österreicher unter den ersten 5 brauchte ich bei Stoß im Himmel etwas länger, um Gefallen am Buch zu finden. Vielleicht liegt es daran, dass man erst einmal mit den Charakteren der drei Geschichten vertraut werden muss. Da wäre zum einen Dirk Stermann selbst, der in der Ich-Perspektive von seiner Bekanntschaft mit Rudi und Laetitia sowie seiner Reise in die USA erzählt, die Geschichte von Rudi und Laetitia, ihrem Kennenlernen und dem namensgebenden Schnitzelkrieg der Kulturen, sowie die Geschichte von Rudis Vater. Abwechselnd lässt uns Dirk Stermann an den Geschehnissen in der Gegenwart und der Vergangenheit teilnehmen.

Lesen - Dirk Stermann - Stoß im Himmel
(c) Ullstein

Titel: Stoß im Himmel – Der Schnitzelkrieg der Kulturen – Autor: Dirk Stermann –
Erscheinungsjahr: 2013 – Verlag: Ullstein – Seiten: 336

Hat man sich erst einmal ein wenig eingelesen und die Charaktere kennengelernt, kann man sich wieder voll und ganz auf den Wortwitz Stermanns und die Andeutungen auf tatsächlich geschehene Ereignisse der österreichischen Politik und Gesellschaft sowie seine üblichen Seitenhiebe konzentrieren.

Mein Fazit

Purer Lesegenuss! Nicht selten saß ich mit einem süffisanten Lächeln in der U-Bahn. Vor allem wenn man bedenkt, dass ein solcher Schnitzel-Eklat durchaus möglich wäre. Die weltweiten Folgen (Ausschreitungen und Demonstrationen) mögen zwar etwas überzeichnet sein, nichts desto trotz skizziert Stermann in seinem Buch ein meiner Meinung nach durchaus mögliches Szenario.

Nach 6 Österreicher unter den ersten 5 ein weiteres gelungenes Werk des „Willkommen Österreich“-Stars. Von mir aus könnte Dirk Stermann durchaus mehr Bücher schreiben, ich würde sie alle lesen! Um das Buch vollends genießen zu können, sollte man meiner Meinung nach aber mit dem aktuellen Geschehen in Österreich vertraut sein, um die zahlreichen Anspielungen auch zu verstehen. Abzüge gibt es nur, da es zu Beginn doch etwas Eingewöhnung braucht, um sich in den drei Geschichten zurechtzufinden.

Mein Fazit: 4 von 5 Lesezeichen

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