Blick auf Funchal
Portugal,  Reisen

Reisebericht: Funchal und der Osten Madeiras

Unsere Rundreise auf Madeira startete in Funchal – einer Stadt, die lebendig, historisch und entspannt zugleich ist. Hier schlenderten wir durch die Altstadt, besuchten Märkte und Parks, fuhren mit der Seilbahn hinauf nach Monte, um den Tropical Garden zu besuchen, und genossen den Blick auf den Atlantik. Ein Highlight war ganz klar die Whale-Watching-Tour, die nicht nur eine tierische Begegnung, sondern auch wunderschöne Blicke auf die Klippen der Insel bot. Nach ein paar Tagen in der Hauptstadt zog es uns in den Osten der Insel, wo die kargen Felsformationen der Ponta de São Lourenço einen spannenden Kontrast zur grünen Umgebung Funchals bilden.

Inhaltsverzeichnis:


Funchal – die Hauptstadt Madeiras

Funchal hat uns mit seiner Mischung aus Geschichte, Meerblick und grünen Oasen sofort begeistert. Um die unterschiedlichen Facetten der Hauptstadt Madeiras kennenzulernen, lohnt sich ein Spaziergang durch die engen Gassen der Stadt. Eine der zentralen Straßen ist die Avenida Arriaga. Sie führt gesäumt von Bäumen, historischen Gebäuden und kleinen Cafés sowie Restaurants (beispielsweise dem The Ritz Madeira) bis hinunter zur Kathedrale Sé, die mit ihrer dunklen Basaltfassade und dem ruhigen Innenraum zu den wichtigsten Bauwerken der Stadt gehört. Ganz in der Nähe befindet sich die Praça de Colombo, ein lebendiger Platz mit mehreren Restaurants (empfehlenswert: Brasa | Fire & Cocktails) – ein idealer Ort für eine Pause, um das städtische Treiben zu beobachten. Ebenfalls für eine kurze Pause eignet sich der Jardim Municipal, ein kleiner, grüner Park mit zahlreichen tropischen Pflanzen.

Ein weiteres Highlight ist der Mercado dos Lavradores, der farbenfrohe Markt Funchals. Hier findet man exotische Früchte, Blumen, Gewürze und regionale Produkte, die den vielfältigen Charakter Madeiras widerspiegeln. Tipp: Gleich in der Nähe des Marktes, in der Rua Dr. Fernão de Ornelas, befindet sich das kleine Café Nata 7, hier gibt es die günstigsten Pastéis de Nata der Stadt.

Wer weiter durch die Altstadt schlendert, sollte unbedingt die Rua de Santa Maria besuchen: eine enge Gasse, berühmt für ihre bemalten Türen, kleinen Boutiquen und Restaurants. In der Nähe liegt das Forte de São Tiago, eine gelbe Meerfestung, die sich wunderbar für Fotos und einen kurzen Stopp eignet. Und auch die Praça do Povo, die Uferpromenade am Hafen ist einen Spaziergang wert. Von hier aus starten auch die Whale Watching Touren. Dabei wurden wir nicht nur mit herrlichen Blicken auf Funchal und die Küste belohnt, sondern haben tatsächlich eine kleine Gruppe Großer Tümmler aus der Nähe gesehen.

Wer Funchal aus der Vogelperspektive sehen möchte, hat zwei Optionen: Die Festung São João Baptista do Pico, die hoch über der Stadt liegt, und den Parque de Santa Catarina, eine weitläufige Parkanlage oberhalb des Hafens. Zweiteres ist vor allem für Familien empfehlenswert, da sich hier ein wirklich toller Spielplatz befindet.


Tropical Garden in Monte

Ein besonderes Erlebnis bietet der Stadtteil Monte. Der Tropical Garden gehört zu den beeindruckendsten Gartenanlagen Madeiras – üppige Pflanzen, Kunstinstallationen und Blicke auf Funchal vereinen sich hier zu einem spannenden Mix. Besonders faszinierend sind die japanisch inspirierten Bereiche mit roten Brücken, Koi-Teichen und kunstvollen Torii. Neben den Pflanzen und Skulpturen gibt es auch ein kleines Museum sowie Kachelwände mit kunstvollen Azulejos (Bilder aus bunt bemalten und glasierten Keramikfliesen), die historische Szenen darstellen.


Museu da Baleia da Madeira

Das im Osten der Insel gelegene Fischerdorf Caniçal beherbergt das Walmuseum, das einen spannenden Einblick in die Geschichte und Bedeutung des Walfangs auf Madeira gibt. Gleichzeitig widmet sich das Museum auch dem heutigen Schutz der Meeressäuger und zeigt, wie sich der Fokus von der Jagd hin zur Beobachtung und Forschung verändert hat. Die Ausstellungsobjekte reichen von Bild- und Filmmaterial, über historische Werkzeugen und Booten. Das Museum ist sehr interaktiv gestaltet, es gibt zahlreiche Mitmach-Stationen, die einen Besuch auch für Kinder zum Erlebnis machen.


Ponta de São Lourenço

Ganz im Osten der Insel liegt die Halbinsel Ponta de São Lourenço. Anstelle des saftigen Grüns, das man vom Rest der Insel kennt, tritt eine karge und wüstenähnliche Felslandschaft. Das Ende der Straße ER109 ist Ausgangspunkt für einige Wanderwege, über die man unter anderem bis ans Ende der Halbinsel gelangt. Da Wandern mit Kind nicht auf unserem Programm stand, begnügten wir uns mit dem Genuss der herrlichen Aussicht.



Miradouro da Pedra Furada

Einen fantastischen Ausblick hat man auch vom Miradouro da Pedra Furada, im Norden der Halbinsel Ponta de São Lourenço. Von hier aus sieht man die schroffen Felsformationen, die steil ins Meer abfallen. Besonders eindrucksvoll ist der Anblick, wenn die Wellen gegen die Klippen schlagen und Gischt aufspritzt. Ein kurzer Stopp lohnt sich auf jeden Fall, vor allem in Kombination mit einem Besuch in Ponta de São Lourenço.


Rundreise Madeira: Karte mit allen Tipps

Alle Stopps unserer Reise sowie zusätzliche Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Restaurants habe ich in einer Google-Maps-Karte gesammelt – ideal zum Planen und Nachreisen: Hier geht’s zur Karte
Karte von Madeira


Funchal und der Osten Madeiras haben uns einen wunderbaren ersten Eindruck der Insel vermittelt und Lust auf die weiteren Regionen unserer Reise gemacht.

Warst du schon einmal in Funchal oder dem Osten Madeiras? Wenn ja, was war dein Highlight?


Hier findest du alle Beiträge zu meiner Reise auf Madeira:

 

Teile diesen Beitrag!
Aussicht am Grand Canyon

Verpasse keinen Beitrag!

Trag dich ein und werde über neue Beiträge per E-Mail informiert.

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Ich stimme zu, dass dieses Formular Name, E-Mail und Inhalt speichert. Detaillierte Informationen findest du in der Datenschutzerklärung.

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner