Reisebericht: Madeiras Nordosten und Inselinneres
Das Inselinnere und der Nordosten gehören zu den landschaftlich beeindruckendsten Regionen Madeiras. Hier wechseln sich majestätische Berglandschaften mit nebelverhangenen Lorbeerwäldern ab, und traditionelle Dörfer wie Santana geben einen Einblick in die Kultur der Insel. Der Pico do Arieiro, einer der höchsten Gipfel Madeiras, bietet an klaren Tagen weite Ausblicke und an nebligen Tagen eine fast mystische Stimmung. Die Balcões-Wanderung, ein kurzer familienfreundlicher Weg, führt zu einem der schönsten Aussichtspunkte im Nordosten. Diese Tage zeigten uns während unserer Rundreise Madeiras ursprünglichste Seite: grün, wild und voller Ruhe.
Inhaltsverzeichnis:
- Pico do Arierio
- Santana
- Parque Florestal das Queimadas
- São Jorge
- Vereda dos Balcões
- Madeira-Karte mit allen Tipps
Pico do Arierio
In dieser Region Madeiras wechseln sich Hochgebirge mit dichten Lorbeerwäldern, traditionellen Orten und eindrucksvollen Küstenabschnitten ab. Ziemlich in der Mitte der Insel befindet sich der Pico do Arieiro. Mit einer Höhe von etwas mehr als 1.800 Metern zählt er zu einem der höchsten Berge Madeiras. Die Landschaft wirkt hier fast surreal: schroffe Felsen, tiefe Täler und – je nach Wetter – Nebel, der der Szenerie eine ganz besondere Stimmung verleiht. Der Gipfel ist sehr gut erreichbar, vom Parkplatz ist es lediglich ein kurzer Fußmarsch. von hier aus kann man auch zu den beiden höchsten Bergen Madeiras, dem Pico das Torres (1.851 m) sowie dem Pico Ruivo (1.862 m) wandern. Leider haben wir bei unserem Besuch sehr wenig gesehen. An sonnigen Tagen ist es dort oben bestimmt herrlich!
Santana
In Santana im Nordosten Madeiras findet sich eines der bekanntesten Fotomotive der Insel: die strohgedeckten Häuser mit ihren steilen Dächern. An mehreren Stellen Santanas kann man sich diese Häuser ansehen und zum Teil sogar besuchen. Für Familien empfiehlt sich ein Besuch des Parque Tematico da Madeira, der sich ebenfalls im Zentrum der Stadt befindet. Dieser widmet sich der Kultur, Geschichte und Natur der Insel. Traditionelle Handwerkskunst, landwirtschaftliche Themen und regionale Besonderheiten werden anschaulich dargestellt. Abgerundet wird das Angebot von einem kleinen Streichelzoo, mehreren Fahrgeschäften, einem riesengroßen Spielplatz sowie zahlreichen Grünflächen zum Entspannen.
Parque Florestal das Queimadas
Ebenfalls einen Besuch wert ist der Parque Florestal das Queimadas. Der Park liegt eingebettet im dichten Lorbeerwald und wirkt durch die hohe Luftfeuchtigkeit, das viele Grün und die oft tief hängenden Wolken fast märchenhaft. Queimadas ist sowohl Ausgangspunkt für mehrere längere Wanderungen als auch ideal für einen Spaziergang. Die Wege führen über Lichtungen, vorbei an alten und moosbedeckten Bäumen. Genauso habe ich mir Madeiras Wälder vorgestellt! Auch das Zentrum des Parks, mit einem kleinen Café und Picknickmöglichkeiten, ist ein Highlight.
São Jorge
Bei einem Ausflug in den Nordosten sollte unbedingt auch São Jorge auf der To-do-Liste stehen. Dieser kleine Küstenort hat gleich mehrere Highlights zu bieten: Auf einer schmalen Landzunge thront der Farol de São Jorge, der eindrucksvoll über dem Atlantik liegt und einen schönen Blick auf die zerklüftete Küstenlinie sowie die umliegende Landschaft bietet. Direkt am Meer befindet sich Calhau de São Jorge, ein ruhiger Küstenabschnitt mit dunklem Felsstrand und den Ruinen einer alten Zuckerrohrmühle. Nur ein paar Meter entfernt – auf dem Gelände des Schwimmbads – liegt das sehr empfehlenswerte Restaurante Calhau de São Jorge.
Levada dos Balcões
Eine der leichtesten Wanderungen Madeiras ist die PR 11 Levada dos Balcões mit einer Länge von drei Kilometern. Der Weg ist leicht zu gehen und führt entlang der Levada da Serra do Faial durch das üppige Grün des Lorbeerwalds. Erreicht man den Miradouro dos Balcões, öffnet sich atemberaubender Blick über das Tal. Bei guter Sicht reicht der Blick sogar bis zur zentralen Bergkette der Insel mit Pico do Arieiro, Pico das Torres und Pico Ruivo. Zahlreiche Vögel lassen sich zudem aus nächster Nähe beobachten und füttern. Ebenfalls lohnt sich ein Besuch der Bar Flor da Selva entlang des Weges. Hier gibt es nicht nur Getränke und Snacks, sondern auch traditionelle Souvenirs.
Tipp: Da hier sehr viel los ist, sollte man entweder gleich in der Früh oder erst am Nachmittag dort sein. Es gibt nur begrenzte Parkmöglichkeiten entlang der Landstraße Nr. 103 in Ribeiro Frio.
Rundreise Madeira: Karte mit allen Tipps
Alle Stopps unserer Reise sowie zusätzliche Tipps zu Sehenswürdigkeiten und Restaurants habe ich in einer Google-Maps-Karte gesammelt – ideal zum Planen und Nachreisen: Hier geht’s zur Karte

Das Inselinnere und der Nordosten zeigten uns Madeira von seiner grünsten und zugleich ursprünglichsten Seite – geprägt von Bergen, Wäldern, weiten Ausblicken und einer spürbaren Nähe zur Natur. Eine perfekte Mischung aus Natur, Wandern und Kultur.
Warst du schon einmal im Inselinneren und Norden Madeiras? Wenn ja, was waren deine Highlights?
Hier findest du alle meine Bericht über Madeira:
- Zweiwöchige Rundreise auf Madeira
- Funchal und der Osten Madeiras
- Madeiras sonniger Süden
- Madeiras Norden und Westen
- Tipps für Madeira mit Kindern