Wandern

Wanderung durch die Ötschergräben

24. September 2016

Der Naturpark Ötscher-Tormäuer findet sich im niederösterreichischen Mostviertel, an der Grenze zur Steiermark, und umfasst rund 170 km². Damit ist er der größte Naturpark Niederösterreichs und erstreckt sich auf die fünf Gemeinden Annaberg, Mitterbach, Gaming, St. Anton und Puchenstuben.

Jeder dieser Orte ist ein idealer Ausgangspunkt für eine Wanderung durch den Naturpark. Die Möglichkeiten sind wirklich vielfältig, sowohl kurze als auch mehrtägige Touren sind hier möglich. Nach einer kurzen Recherche stand dann auch fest, dass wir von Wienerbruck aus die Ötschergräben durchwandern, eine Nacht im Schutzhaus Vorderötscher verbringen, am nächsten Tag die Gemeindealpe besteigen und bis nach Mitterbach gehen. Gesagt, getan!

Ötschergräben Lassingschlucht

Ötschergräben Lassingfall

Durch die Ötschergräben

Ausgangspunkt ist die Ötscherbasis in Wienerbruck. Hier kann man sich nicht nur über den Naturpark informieren sondern das angeschlossene Restaurant bietet auch allerhand Köstliches. Zudem stehen zwei große Parkplätze zur Verfügung. Von der Basis aus geht es in Richtung Lassingschlucht samt imposanten Lassingfall. Nach einer kurzen Wegstrecke erreicht man das Kraftwerk Stierwaschboden, in dem sich Interessierte über Wasserkraft informieren können. Nach einer kurzen Pause geht es auch schon weiter in die Ötschergräben.

 

Ötschergräben

Ötschergräben

Meine Worte können die Landschaft, die einen dann empfängt, in keinster Weise beschreiben. Hohe Felswände, tiefe Schluchten, kristallklares Wasser. Spätestens hier wird klar, warum bei den Ötschergräben auch vom „Grand Canyon Österreichs“ gesprochen wird. Über Stufen und schmale Pfade geht es durch die Schlucht. Bei Schönwetter sollte man unbedingt seine Badesachen einpacken, die Wildwasserstellen bieten nämlich eine angenehme Abkühlung und sind an zahlreichen Stellen auch gut zu erreichen.

Ötschergräben

Ötschergräben

Ötschergräben

Die Hinteren Ötschergräben

Nach circa 2,5 Stunden erreicht man die Jausenstation Ötscherhias, die sich perfekt in die atemberaubende Natur einbettet. Hier kann man entweder den Weg zurück antreten oder sich auf in die Hinteren Ötschergräben machen. Wir gehen weiter und kommen am Mirafall sowie weiteren Badegelegenheiten, Felswänden und wunderbaren Fotomotiven vorbei. Am Ende geht es noch ein Stück bergauf, ehe uns schon das Schutzhaus Vorderötscher ins Auge fällt, dass wir nach circa fünf Stunden Gehzeit (inklusive mehrere kleiner Pausen) erreichen. Hier erwarten einen sowohl ein Matratzenlager als auch Doppelzimmer sowie ausgezeichnete Küche.

Ötschergräben Ötscherhias

Ötschergräben Mirafall

Schutzhaus Vorderötscher

Vom Vorderötscher zur Gemeindealpe

Am nächsten Tag geht es weiter in Richtung Gemeindealpe. Da der Weg über den sogenannten Geißriedel-Steig ziemlich steil ist, freut man sich über die Ebene namens Eiserner Herrgott auf der es ein paar Meter gemütlich dahin geht, ehe dann der letzte steile Anstieg auf die Gemeindealpe folgt. Diesen gemeistert, wird man nach circa zweieinhalb Stunden mit einer unglaublichen Fernsicht auf den Naturpark und den Erlaufsee belohnt.

Ausblick von der Gemeindealpe

Um hinunter nach Mitterbach zu gelangen hat man zumindest an den Wochenenden mehrere Möglichkeiten. Hier kann man nämlich zwischen dem Lift, dem Fußweg oder den Mountaincarts wählen. Unter der Woche hat man diese Wahl leider nicht, so blieb nur der Fußweg. Nach zwei Stunden bergab über Schipiste und durch Wälder erreicht man den überschaubaren Ort Mitterbach. Von hier bringt einen die Mariazellerbahn zurück zur Ötscherbasis in Wienerbruck. Die gemütliche 15-minütige Fahrt bietet den perfekten Abschluss dieser anstrengenden aber zugleich auch unglaublich beeindruckenden Tour durch den Naturpark Ötscher-Tormäuer. Sicher nicht mein letzter Besuch in der Ötscher-Region.

  1. Liebe Christine! Danke für diesen schönen Beitrag. Ich lebe in Wien und habe es bisher noch nie auf die Ötscher Gräben geschafft, obwohl das ja nicht sehr weit ist! Nun habe ich Gusto darauf bekommen :)
    Mir gefällt dein Blog sehr gut – vor allem auch deshalb, weil du nicht nur über ferne Länder berichtest sondern auch über Schönheiten ganz in unserer Nähe. lg Melanie – http://www.honigperlen.at – ps.: ich wäre an einen Verlinkungen auf der Blogroll interessiert – melde dich diesbezüglich einfach bei mir!

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