Italien

Reisebericht: Ein Tag in Bologna

23. Oktober 2016
Tipps für einen Tag in Bologna

Nach dem perfektem Auftakt meines Trips in Verona ging es am zweiten Tag der Reise durch die Toskana weiter nach Bologna. Was viele nicht wissen, neben erstklassigem Eis gibt es hier sogar zwei schiefe Türme.

Schon auf den ersten Blick wird klar, worin sich Bologna von Verona unterscheidet. Zum einen natürlich in der Größe (Bologna hat knapp 390.000 Einwohner) zum anderen aber auch im Stil. Schlendert man durch Bologna fällt einem auf, dass die Gebäude, Paläste und Palais um einiges pompöser sind als in Verona. Auf den zweiten Blick fallen einem dann die zahlreichen Arkaden ins Auge, die sich auf einer Länge von rund 38 Kilometer durch die Stadt ziehen. In Bologna gibt es übrigens auch den längsten Arkadengang der Welt, dieser führt mit über vier Kilometern Länge von der Altstadt hinauf auf den Guardiahügel, auf dem sich das Santuario della Madonna di San Luca befindet.

Bologna

Bolgona

Spaziergang durch die Altstadt

Um innerhalb eines Tages so viel wie möglich von Bologna zu sehen, entschieden wir uns für den von der Tourist Information vorgeschlagenen Spaziergang „Three hours in the heart of our city“. Ausgangspunkt ist die Piazza Maggiore, auf der sich neben dem Fontana del Nettuno auch der Palazzo D’Accursio, der Palazzo Podestà, der Palazzo Re Enzo sowie die Basilica di San Petronio befinden.

Palazzo d’Accursio Bologna
Palazzo d’Accursio
Palazzo del Podestà Bologna
Palazzo del Podestà
Basilica di San Petronio Bologna
Basilica di San Petronio

Weiter geht es über die Via dell’Archiginnasio zur Piazza Galvani, zur Piazza Cavour und über die Via Garibaldi zur Basilica di San Domenico. Nach einer kurzen Pause auf einer schattigen Bank geht es durch enge Gassen vorbei an kleinen Geschäften, in denen man neben den für Bologna typischen Spezialitäten Tortellini, Mortadella und Tagliatelle noch viele weitere Köstlichkeiten kaufen kann.

Basilica di San Domenico Bologna
Basilica di San Domenico

Bologna

Bologna von oben

Spaziert man weiter durch die Strada Maggiore kann man schon von weitem die schiefen Türme von Bologna erkennen. Richtig gelesen. Bologna hat gleich zwei schiefe Türme zu bieten, wobei man nur einen von ihnen, den Torre degli Asinelli, erklimmen kann. Gemeinsam mit dem Torre Garisenda bilden die beiden Türme das Zentrum der Stadt, gleich mehrere Hauptverkehrsstraßen laufen hier zusammen. Der Torre degli Asinelli beeindruckt nicht nur mit seiner Höhe von 94,5 Metern sondern natürlich auch mit seinem wunderbaren Ausblick. Um diesen genießen zu können muss man aber zuerst 498 Stufen bewältigen. Eine Anstrengung, die sich auf alle Fälle lohnt!

 Torre Garisenda und Torre degli Asinelli Bologna
Torre Garisenda und Torre degli Asinelli

 

christineunterwegs.com-reisen-bologna-7

Ein Hauch von Venedig

Über die Via Zamboni führt der Spaziergang im Anschluss mitten hinein ins Studentenviertel. In Bologna findet sich übrigens die älteste Universität Europas, diese wurde bereits 1088 gegründet. Über die Via delle Moline geht es weiter zu einer ganz besonderen Sehenswürdigkeit, La Piccola Venezia. Unter der Stadt befindet sich nämlich ein weit verzeigtes Kanalsystem, dass an die Lagunenstadt Venedig erinnert. An ein paar Orten kann man noch einen Blick darauf erhaschen, der Großteil ist nämlich abgedeckt. In der Via Piella wird man fündig. Öffnet man ein unscheinbares Fenster in der Hauswand kann man den Blick auf den Canal di Reno genießen.

Canal di Reno Bologna
Blick auf den Canal di Reno

Über die Via dell’Indipendenza gelangt man wieder zurück zum Ausgangspunkt des Spaziergangs, die Piazza Maggiore. Auf dem Weg dorthin kommt man abermals an zahlreichen Restaurants, Shops und einladenden Innenhöfen vorbei.

Bologna

Das kulinarische Bologna

Natürlich darf auch der kulinarische Genuss nicht zu kurz kommen! Bologna ist neben den bereits erwähnten Tortellini auch für sein Eis bekannt. Immerhin findet sich hier in einem Vorort die weltweit einzige Eis-Universität. Kein Wunder also, dass es nahezu an allen Ecken einladende Gelaterias gibt. Gleich neben den beiden Türmen lädt etwa die Gelateria Gianni mit klingenden Sorten wie Ricotta oder Nutella e Nocciolatte zum Eisgenuss ein. Abends lohnt ein Abstecher in die Via Pescherie Vecchie, die sich in unmittelbarer der Piazza Maggiore findet. Hier reiht sich ein kleines Lokal an das andere, die Auswahl ist wahrlich schwer. Tipp: Zerocinquantino, hier werden nicht nur die Spezialitäten Bolognas serviert sondern auch ausgesprochen guter hauseigener Wein.

Gelateria Gianni Bologna

Auch für Bologna kann ich eine uneingeschränkte Empfehlung aussprechen! Die Stadt weiß mit ihren Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Angeboten zu überzeugen und bietet sich ideal für einen Wochenendtrip an. Denn auch für Ausflüge ins nahe gelegene Umland ist Bologna der ideale Ausgangsort.

Warst du schon mal in Bologna? Wenn ja, was waren deine Highlights?

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