Island

Reisebericht: In 10 Tagen rund um Island

17. September 2017

Eigentlich sollte dieser Beitrag „In 11 Tagen rund um Island“ heißen. Da hat mir die Fluglinie aber einen dicken fetten Strich durch die Rechnung gemacht. Denn dank einer 2-stündigen Verspätung des Abflugs in Wien flog der Anschlussflieger ohne mich nach Island und ich „durfte“ die Nacht in Berlin verbringen. Nach Island ging es dann erst am nächsten Tag, mit Zwischenstopp in Kopenhagen. Die Anreise über Wien, Berlin und Kopenhagen zerrte somit etwas an den Nerven und der Kummer über den verlorenen Tag (und den zudem verspäteten Koffer) war groß. Das spielte aber alles keine Rolle mehr, als ich einen ersten Blick auf Islands atemberaubende Landschaft werfen konnte. Schon nach wenigen Kilometern war ich hin und weg.

Þingvellir Island
Þingvellir Nationalpark
Krýsuvík Island
Krýsuvík

Die Route im Detail

Nach monatelanger Planung (die Reise wurde bereits im Jänner gebucht) war es also endlich soweit und die zahlreichen Stopps und Etappen standen fest. Auf dem Plan stand die Umrundung der Insel entlang der Hringvegur, der Ringstraße. Diese führt auf einer Länge von rund 1.340 Kilometern rund um die Hauptinsel, nahezu alle wichtigen Städte liegen an dieser Straße. Abfahren muss man natürlich trotzdem, dank der guten Beschilderung ist die Gefahr sich zu verfahren aber relativ gering.

Geitafoss Island
Geitafoss

Schafe in Island

Insgesamt legte ich in diesen 10 Tagen über 2.600 Kilometer zurück. Über den Golden Circle ging es in den Süden nach Vik und über den Skaftafell Nationalpark zur Gletscherlagune Jökulsárlón. Danach fuhren wir weiter in den Osten nach Höfn und Stokksness und entlang der Fjorde nach Reyðarfjörður und Egilsstaðir. Im Anschluss ging es in den Norden zum See Mývatn sowie zur Walbeobachtung nach Húsavík. Über Akureyri fuhren wir dann in den Westen auf die Halbinseln Snæfellsnes und Reykjanes sowie in die Hauptstadt Reykjavik.

Svartifoss Island
Svartifoss
Vík í Mýrdal Island
Vík í Mýrdal

Die Route im Detail, inklusive aller besuchten Plätze und Orte sowie Restaurants:

Das liebe Geld

Island ist nicht günstig. Das ist weithin bekannt. Bucht man frühzeitig (in meinem Fall fast 9 Monate vorher) kommt man bei Flügen und Unterkünften noch relativ günstig weg. Geschlafen haben wir immer in Gästehäusern, in denen man sich Bad und WC mit den anderen Zimmern teilen musste. Eine günstige Alternative zu Hotels, Frühstück war immer inbegriffen und die Zimmer wurden allen Ansprüchen gerecht. Im Gegensatz zu Irland, würde ich mich in Island nämlich nicht trauen, erst vor Ort nach Unterkünften zu suchen. Erstens gibt es nicht so viele wie in Irland, zweitens sind sie weit(er) voneinander entfernt und vor allem zur Hauptsaison meist ausgebucht. Auch beim Mietauto lässt sich sparen. Hier sollte man sich überlegen, wohin man fahren will. Für meine Route einmal um die Insel plus Abstechern auf Nebenstraßen reicht ein Kleinwagen vollkommen aus. Ein SUV ist aus meiner Sicht nur nötig, wenn man noch weiter ins Land hineinfahren will.

Fjorde Island

Kirkjufell Island
Kirkjufell

Das meiste Geld braucht man in Island definitiv für die Verpflegung. Obwohl ich mir durch Berichte vorab bewusst war, dass das Essen teuer werden wird, war ich dann beim ersten Abendessen in einer Pizzeria schon kurz von den Preisen geschockt. Eine Pizza um 20 Euro? Saftig! Da ich aber keine Absicht hege, im Urlaub zu hungern beziehungsweise zu jenen gehöre, die bei Hunger etwas unangenehm werden, stand es außer Frage, täglich essen zu gehen. Nach zehn Tagen freut man sich dann auch, wenn das letzte Abendessen bestehend aus zwei Burgern nur 26 Euro kostet. Mit kleinen Snacks für zwischendurch sollte man sich in den diversen Supermärkten wie Netto oder Bonus eindecken. Die eigene Erfahrung hat gezeigt, wie wichtig das ist, immerhin fährt man manchmal kilometerweit ohne auch nur einem anderen Auto zu begegnen beziehungsweise an einem Supermarkt vorbeizukommen.

Reykjavik Island
Reykjavik
Stokksness Island
Stokksness

Islandpferd Island

Ein Land aus Feuer und Eis

In diesen zehn Tagen hat sich Island von seiner besten Seite gezeigt: blauer Himmel, Sonnenschein, Wale, Robben, Islandpferde, Schafe, Wasserfälle, Vulkane, Gletscher, schwarze Strände und sogar Nordlichter durfte ich bestaunen. Jeder Kilometer, den wir zurückgelegt haben, hat sich von den vorherigen und den kommenden unterschieden. Die Landschaft ist wirklich ein Traum. Nicht nur einmal hatte ich das Gefühl auf einem fremden Planeten gelandet zu sein oder vor einem mit Photoshop bearbeiteten Bild zu stehen.

Jökulsárlón Island
Jökulsárlón
Hverfjall Island
Hverfjall

Nordlichter Island

Ich glaube, die Bilder und Worte können die Schönheit und Faszination dieses Landes, das zurecht als Land aus Feuer und Eis bezeichnet wird, nur ansatzweise beschreiben. Ich werde es mit den kommenden Reiseberichten aber versuchen.

Erinnerungen festhalten – Gewinnspiel

Um auch ja keine Details zu vergessen, notiere ich mir schon während meiner Reisen gerne alles in einem Notizbuch. Dieses Revue passieren lassen hat sich in den letzten Jahren zu einem fixen Bestandteil meiner Reisen entwickelt. Nach Island durfte besagtes Notizbuch dieses Mal aber nicht mitkommen, da ich das Reisetagebuch von JourneyBook testen durfte. Dieses praktische DIN A5-Buch, dass es für 13 Länder gibt, bietet nicht nur unheimlich viel Platz um alle Eindrücke festzuhalten, sondern auch inspirierende Zitate, einen Kalender, die wichtigsten Fakten über die Destination sowie kleine zum Reiseland passende Challenges. Alle Seiten habe ich zwar nicht vollgebracht, da dies aber definitiv nicht die letzte Reise nach Island war, kommt das JourneyBook das nächste Mal einfach wieder mit!

JourneyBook Island

JourneyBook Island

JourneyBook Island

Du hast die Möglichkeit, eines von drei JourneyBooks zu gewinnen. Wie du teilnehmen kannst? Schick mir bis 30. September eine Mail an kontakt(at)christineunterwegs.com und erzähl mir, wo deine nächste Reise hingeht!

Teilnahmeberechtigt sind ausschließlich Leser mit Wohnsitz in Österreich und Deutschland. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, keine Barauszahlung möglich. Der Gewinner wird schriftlich von mir per E-Mail verständigt.

Hier findest du weitere Beiträge über meine Reise durch Island:

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  1. Liebe Christine,
    trotz des holprigen Starts ist deine Geschichte richtig schön geworden.
    Dein Bericht mal soviel Lust auch endlich mal Island zu besuchen.
    Danke für die schönen Bilder.
    Erinnerungen auch mal wieder per Hand schriftlich festzuhalten ist eine tolle Idee.
    Liebe Grüße Katja

  2. Wow wie du geschrieben hast: Die Landschaft sieht aus wie aus einer anderen Welt! Super schöne Fotos hast du da mitgebracht!

    Ich will unbedingt bald mal nach Island: Als bekennende Islandpferdeliebhaberhin würde ich super gerne einen Trail Ritt buchen und das Land vom Pferderücken aus erkunden. Aber das hebe ich mir für später auf, wenn ich Geld verdiene und ein wenig sparen kann :P

    Lieben Gruß

  3. Echt super-schön! Island ist im Moment ja voll das Trend-Reisezeil… und es ist auch schon lange auf meiner Reise-Wunsch-Liste! Danke für den tollen Bericht und die schönen Fotos!

  4. Liebe Christine,

    dieses Land weckt Erinnerungen. Ich war vor 3 Jahren auf Island und es war traumhaft schön.
    Ich muss aber zugeben, dass wir einen echten Isländer in der Familie haben und er uns dann sein Land aus seiner Perpektive gezeigt hat. Seit der Europameisterschaft scheint das Land noch mehr zu boomen.

    Ich muss da unbedingt wieder hin. Evtl. nächstes Jahr im März – April 2018.

    Darf ich fragen welche Kamera du benutzt? Die macht echt tolle Aufnahmen.

    Liebe Grüße

    Saskia

    1. Liebe Saskia,
      ja das glaub ich, wenn man ein Land mit einem Landsmann erkundet, ist das gleich was anderes! Ich mache meine Fotos mit meiner Nikon 1 – die begleitet mich seit Jahren überall hin.
      Liebe Grüße,
      Christine

  5. Wenn ich von Island lese, dann will ich immer am liebsten direkt buchen. Das Land steht ganz weit oben auf meiner Bucket List und genau wie dir, schwebt mir auch der komplette Circle vor. Richtig toll, was ihr in den 10 Tagen alles gesehen habt. Das treibende Eis und vor allem die Nordlichter – wow!!! Was für ein tolles Land!

    Liebe Grüße
    Nicole vom Reiseblog PASSENGER X

    1. Ja, das ist wirklich die typische Route für die erste Reise nach Island – würde ich auch uneingeschränkt empfehlen! Für die nächste Reise hab ich dann allerdings schon eine andere im Kopf ;-)

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